Sonntag, 7. Juli 2013

Philosophie über Sport und Wettkampf

Ich habe mich entschieden, dieses Mal einen Text zum Training an sich zu schreiben. Zu meiner ganz eigenen Trainingsphilosophie. Vielleicht entspricht das eurer Einstellung, vielleicht auch nicht. Nehmt es als Motivation oder als guten Tipp. Aber wenn ihr es euch durchgelesen habt und wirklich darüber nachdenkt, dann könnt ihr es nicht mehr ignorieren. Wenn euer Körper aufgeben will, wenn die Beine schwer werden, wenn ihr das Gefühl habt es geht nicht mehr, werdet ihr euch hoffentlich hieran erinnern und euer Verstand wird nur einen Gedanken haben: DOCH! Es geht weiter. Es geht nicht mehr weiter, wenn ich ohnmächtig auf dem Boden liege und mich übergebe. Wenn ich mich ernsthaft verletze, geht es nicht mehr weiter. Das ist übertrieben, aber das ist es, diese Einstellung, die einen Breiten-, von einem Leistungssportler unterscheidet. Jeder kann durch Training auf den gleichen Stand der Fitness kommen, doch wer im Wettkampf gewinnt, entscheidet die Einstellung. Wann sagt der Verstand es geht nicht mehr weiter? Jeder hält einen bestimmten Schmerz unterschiedlich lange aus. Das ist der Grund, warum Leistungssportler schon früh unter imensem Gelenkverschleiß usw. leiden. Das ist nicht gesund für den Körper, aber hin und wieder nötig. Und es trennt die Spreu vom Weizen. Die Sieger von den Verlierern. Dort wo es anfängt weh zu tun, wo man anfängt, gegen sich selbst zu kämpfen, da beginnt Sport aus meiner Sicht. Dort beginnt das Leben. Dort fängt es für Leistungssportler an, Spaß zu machen.

Leben beginnt dort, wo Komfort aufhört.

Wenn der Körper nicht mehr will und man an seinem schwächsten Punkt angelangt ist, zählt die mentale, die "wahre", Stärke. So verdient man sich Siege. Aber das ist das Ziel von Doping. Es macht die Sportler nur begrenzt schneller oder ausdauernder. In erster Hinsicht lässt es sie den Schmerz vergessen und ausblenden. Wer dopet, macht den Sport kaputt, verfälscht den Wettkampf. Der ist nicht bereit zu kämpfen. Nicht gegen sich und nicht gegen andere. Wer dopet, ist schwach und nichts anderes.

Wahre Stärke, zeigt sich oft an deinem schwächsten Punkt.

Wer aber nicht dopet und trotzdem bis zum Ende durchhält und vielleicht sogar gewinnt, dem gebührt Respekt und Ehre. In jeder Hinsicht. Wer ohne Doping, zum Beispiel einen Ironman durchhält, ihn gewinnt, der ist nicht kaputt zu bekommen. Der hat sich selbst überwunden. Alles nur durch seine mentale Kraft erreicht und sein Körper war der Handlanger. Sein Körper hat gearbeitet, aber nicht, weil er wollte, sondern weil der Verstand ihn so gut überzeugt hat, ihn geleitet hat. Er war nicht zu stoppen.
unzerbrechlich
unerreichbar
nicht zu stoppen

Um so etwas zu schaffen, muss man stark sein. Man muss die Treppe nehmen. Es gibt keinen Aufzug. Es ist harte Arbeit,...
Es gibt keinen Aufzug zum Erfolg.
Du musst die Treppe nehmen..
 ..aber es ist möglich und es gibt Menschen, die es schaffen. Diese Menschen sind wahre Sieger.
Man muss es alleine schaffen. Im Training kann einem geholfen werden, im Lauf wird man angefeuert, aber zum Schluss, ist es die eigene Entscheidung: weiter oder nicht?
Verlierer:
sagen: "sagen es ist vielleicht möglich, aber es ist zu schwer"
sehen den Schmerz
sehen die Probleme
lassen es kommen, wie es kommt
Sieger: 
sagen: "es ist vielleicht schwierig, aber es ist möglich"
sehen den Fortschritt
sehen die Möglichkeiten
machen es

Fazit:
Niemanden interessieren deine Ausreden.
Niemand bemitleidet dich für dein vorzeitiges Aufgeben.
Niemand wird sich um dich kümmern, weil du faul bist.
Es ist dein Arsch. Beweg ihn.

Make it happen!!

Was ist eure Meinung dazu? Gerne auch Kritik. Bitte tut mir den Gefallen und kommentiert den Post.
Sportliche Grüße
Chris

PS: Der Text klingt an manchen Stellen vermutlich ziemlich fanatisch. Sport soll Spaß machen, aber es ist immer ein Wettkampf. Gegen sich selbst, gegen die Zeit und gegen Andere. Wovon hier die Rede ist, ist Leistungssport. Breitensport ist hier nicht gemeint. Dort sind die Ziele anders. Trotzdem kann man den Text auch dafür als Ansporn nehmen, schließlich wollen wir alle besser werden.

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